Die FABRIK wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von der Familie Springer, einer aus Rust stammenden jüdischen Kaufmannsfamilie, als Fabrik für hochwertige Möbel erbaut.
1938 wurden die Gebrüder Springer gezwungen, ihre Fabrik zu verkaufen. Nach Kriegsende erhielten die Brüder ihr Unternehmen zurück, mussten es jedoch 1953 schließen und verkauften das Gelände an die Firma „Burkhardt und Schmidt“.
Bis Mitte der siebziger Jahre wurden hier Garne produziert, während Teile des Geländes bereits von anderen Firmen genutzt wurden. So auch von der Beschlägehandlung „Brändle und Schöndienst KG“, die nach Schließung der Garnfabrik als einziger Betrieb noch auf dem Gelände verblieb.
Ende der siebziger Jahre siedelten sich hier die ersten alternativen Betriebe an, aus denen schließlich die heutige „FABRIK für Handwerk, Kultur und Ökologie“ hervorging.
Nach dem Auszug der Beschlägehandlung 1987 wurde im nun freien „Vorderhaus“ eine Gaststätte eingerichtet. Zusammen mit der Bühne für politisches Kabarett war Freiburgs Gastro- und Kulturszene von nun an um eine feste Größe reicher.